Barrierefreie Fenster und Türen sind für alle ein Zusatzkomfort

11. August 2014, 16:54
Fingerprint-System an der Haustür

Komfortabel ist der Zugang über ein Fingerprint-System an der Haustür. © VFF

Barrierefreies Wohnen war in der Vergangenheit überwiegend ein Thema für die ältere Generation. Doch das hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend geändert. Was für Senioren unerlässlich ist, um so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, ist für junge Menschen ein nützlicher Zusatzkomfort. „Barrierefrei bedeutet nach heutiger Definition ‚Design für alle‘. Dazu zählen insbesondere auch Fenster und Türen, die sich für ein generationsübergreifendes Bauen und Modernisieren eignen müssen“, erklärt der Geschäftsführer des Verbandes Fenster + Fassade (VFF), Ulrich Tschorn und führt weiter aus: „Wichtig ist bei modernen Fenstern und Türen eine einfache und leichte Bedienbarkeit, eine Maxime, die von den renommierten deutschen Herstellern mit Nachdruck verfolgt wird.“

Wer sich heute neue Fenster oder Türen kauft, geht bereits einen wichtigen, großen Schritt in Richtung barrierefrei Wohnen, denn diese sind aufgrund moderner Werkstoffe langlebig und sie lassen sich auch leichter betätigen, als dies bei alten, in die Jahre gekommenen Fenstern und Türen häufig der Fall ist. „Alle Hausbewohner jeden Alters können wegen der leichtgängigen Mechanik sowie der nutzergerecht angebrachten Griffe und der intuitiven Bedienbarkeit moderner Fenster und Türen jederzeit frische Luft und Licht ins Haus lassen oder es problemlos betreten beziehungsweise verlassen“, so Tschorn. Sind sie zusätzlich bodentief ausgeführt, eröffnen sie – genauso wie eine auf rund 50 Zentimeter abgesenkte Brüstung – den ungehinderten Blick in den Garten oder auf das bunte Treiben in der Innenstadt.

Ein unüberwindbares Hindernis zum Beispiel für Rollstuhlfahrer oder Rollatorbenutzer sind normal ausgeführte Türen mit hohen Bodenschwellen. Hier helfen zum Beispiel Türen, Hebeschiebetüren und Fenstertüren, die besonders breit ausgeführt sind, sowie modifizierte Tür- beziehungsweise Bodenschwellen. Damit bei Regen kein Wasser ins Haus läuft, sei der Einbau einer rückstaufreien Entwässerung dringend nötig, so der VFF.

Zusätzlich zu den mechanisch zu bedienenden Elementen bietet sich noch das große Feld der Automation für eine Erhöhung des barrierefreien Wohnkomforts an. Motorisierte und mit ventilatorischen Lüftern versehene Fenster und Türen, elektrisch betriebene Jalousien, Markisen, Rollläden, Raffstoren und Plissees für einen effektiven Sonnen- und Blendschutz, die automatische Regelung der Hausbeleuchtung und die Ansteuerung der vielen technischen Geräte im Eigenheim stellen nur einige der Möglichkeiten dar. Bedient werden können sie zum Beispiel mit einem einfachen Schalter an der Wand oder mittels einer Fernbedienung, eines Smartphones, eines Touchscreens oder im Falle des komfortablen Zugangs zum Haus über ein Fingerprint-System an der Haustür. „Dazu kommen Systeme, die die Raumluft regulieren, die die Lüftung mit der Heizungssteuerung koppeln und zu guter Letzt intelligente Steuerungen, die anhand des aktuellen Bedarfs alle steuerbaren Funktionen des Hauses einbinden können“, schließt Tschorn.

Quelle: VFF

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