Bei barrierefreien Türschwellen auch auf Wärmeschutz achten

20. Dezember 2014, 15:25
Grafik barrierefreie Türschwelle

Bei barrierefreien Türschwellen muss man auch auf den Wärmeschutz achten. © ift Rosenheim

Für barrierefreie Zugänge sind nach DIN 18040 untere Türanschläge und Schwellen im Grundsatz nicht zulässig. Bei der Konstruktion und Planung muss auch der Mindestwärmeschutz nach DIN 4108-2 und EnEV 2014 sowie die Schlagregendichtheit und der Schutz vor „stehendem“ Wasser beachtet werden. Wichtige Kennzahlen dafür sind der raumseitige Temperaturfaktor fRsi und der Wärmedurchgangskoeffizient U, die beide an der wärmetechnisch ungünstigsten Stelle nachgewiesen werden müssen. Grundsätzlich müssen Türen deutlich wahrnehmbar, leicht zu öffnen, zu schließen und sicher zu passieren sein.

Zur Erreichung dieses Schutzziels werden in den Normteilen Anforderungen hinsichtlich der geometrischen Abmessungen (lichte Durchgangsmaße, Bedienhöhen, max. Schwellenhöhe), der Einbaulage (Bewegungsflächen vor/hinter der Tür, seitlicher Abstand zu Einbauten, maximale Leibungstiefe), der Bedienkräfte sowie notwendiger Orientierungshilfen für Menschen mit Sehproblemen gemacht.

Die Probleme einer eingeschränkten Sehfähigkeit werden oft unterschätzt, obwohl dies mit zunehmendem Alter praktisch fast jeden trifft. Hier hilft die Hervorhebung von Griffen und Schaltern durch unterschiedliche Farben, Formen, Materialien oder Oberflächen, die eine haptische Information geben.

Erstmalig definiert die Norm Bestimmungen für Sicherheitsmarkierungen an Ganzglastüren und verglasten Türen. Sie müssen über die gesamte Glasbreite reichen, stark kontrastreich sein, jeweils helle und dunkle Anteile enthalten und in einer Höhe von 40 – 70 cm und 120 – 160 cm angeordnet werden.

Auch akustische Information können durch ein Klicken oder andere Geräusche die Bedienung erleichtern, beispielsweise das richtige Schließen der Haustür aufzeigen.

Quelle: ift Rosenheim

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