Kategorie-Archiv: Sanieren

Sanieren von Gebäuden um diese generationengerecht und möglichst barrierearm zu gestalten

Studie zeigt Aufzugsarmut in Seniorenhaushalten

Treppenhaus mit Aufzug

Seniorengerechter Wohnraum in den oberen Etagen setzt einen Aufzug voraus. © Schindler

In Deutschland müssen zehn Millionen Senioren-Haushalte in Wohnungen leben, die keinen altersgerechten Aufzug haben. Etwa 400.000 Wohngebäude müssten nachträglich mit einem Aufzug ausgestattet werden, um ausreichend Wohnungen mit barrierefreiem Aufzug für Senioren bereitstellen zu können. Die Kosten dafür belaufen sich auf insgesamt 32 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Aufzugsarmut: Wie altersgerecht sind Deutschlands Wohnhäuser?“. Weiterlesen

2025 fehlen mindestens 2 Millionen barrierefreie Wohnungen

Signal beim Aufzug HS Biberach

Der Ausbau barrierefreier Wohnungen geht kaum voran. © Hochschule Biberach

Das Institut für Bauforschung e.V. Hannover hat im Auftrag des Bauherren-Schutzbund e.V. im Rahmen einer Metastudie 14 ausgewählte wissenschaftliche Untersuchungen auf der Basis konkreter Kriterien zum demografischen Wandel und deren Auswirkungen auf das Wohnen und den künftigen Wohnbedarf vergleichend gegenübergestellt.

Der Fokus der Analyse liegt auf den selbstnutzenden Eigentümern, die mit 15,6 Millionen Wohnungen 40 Prozent des Wohnungsmarktes repräsentieren. Ein zentrales Ergebnis der Analyse ist die Feststellung, dass mit einer erheblichen Versorgungslücke an barrierefreien bzw. altersgerechten Wohnungsangeboten für die nächsten 15 bis 20 Jahre zu rechnen ist. 2025 werden mindestens zwei Millionen seniorengerechte neue Wohnungen gebraucht. Weiterlesen

Kreditprogramm der KfW um Zuschussvariante ergänzt

Ebenerdig zugängiger Hauseingang

Eine geförderte Maßnahme der KfW sind ausreichend breit angelegte Wege, die keine Schwellen und Stufen haben und mit einem ebenen Belag versehen sind. © Baumann

Seit dem 1. Oktober 2014 ist das Kreditprogramm der KfW „Altersgerecht Umbauen“ um eine Zuschussvariante ergänzt, das mit den Programmen zur energetischen Gebäudesanierung kombiniert werden kann. Damit können Maßnahmen wie bodengleiche, moderne Duschen oder barrierefreie und einbruchhemmende Haus- und Wohneingangstüren mit der energetischen Sanierung kombiniert werden. In einem aktuellen Merkblatt von Juni 2014 wird explizit auch die „Verbreiterung der Türdurchgänge mit Einbau neuer Türen“ erwähnt. Grundsätzlich sind alle Vorgaben aus DIN 18040-2 förderfähig. Weiterlesen

Umfrage zu Wohnwünschen im Alter liefert Ergebnisse

Haus in Halbhöhenlage mit Aufgang für Kinderwagen

Stufenlose Zugänge bei älteren Häusern sind selten. Im Einzelfall gibt es Möglichkeiten, zum Beispiel mit einer separaten Spur neben der Treppe. © Ben Baumann

Welchen Stellenwert hat der Ansatz „Wohnkomfort für alle“ bei den Wohneigentümern? Dies wollten der Bauherren-Schutzbund e. V. und der Verband Wohneigentum e. V., wissenschaftlich begleitet vom Institut für Bauforschung e. V., in der gemeinsamen Studie zum Thema „Wohnwünsche und barrierearmer Wohnkomfort“ herausfinden. Insgesamt nahmen 1.017 selbstnutzende Wohneigentümer teil. Untersucht wurde das Interesse an altersgerechtem Wohnen, der Wissenstand und Informationsbedarf zum Thema, die Motive für eine Umgestaltung der Wohnung und die tatsächliche bauliche Umsetzung. Aber auch Konfliktsituationen wie finanzielle Belastungen und mögliche Lösungen in Form von Information, Hilfe und Unterstützung wurden hinterfragt. Weiterlesen

Altersgerechter Umbau reduziert Pflege- und Unterbringungskosten

Potenzialanalyse altengerechte Wohnungsanpassung BBSR

Die Potenzialanalyse altengerechte Wohnungsanpassung beziffert das Einsparpotenzial der privaten und öffentlichen Haushalte auf 5,2 Milliarden Euro. © BBSR

Die Versorgung von Pflegebedürftigen mit altersgerechten Wohnungen entlastet öffentliche und private Haushalte bei den Pflege- und Unterbringungskosten. 5,2 Milliarden Euro könnten jährlich durch den altersgerechten Umbau von Wohnungen eingespart werden. Davon entfielen 2,2 Milliarden Euro auf die privaten Haushalte und 3 Milliarden Euro auf die staatlichen Träger der Pflegeversicherung und der Sozialhilfe. Das geht aus einer vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) veröffentlichten Studie hervor. Hierfür hat die Prognos AG aktuell verfügbare Daten sowie Ergebnisse des KfW-Programms „Altersgerecht Umbauen“ ausgewertet und potenzielle Effekte einer flächendeckenden Versorgung mit altersgerechten Wohnungen für die öffentlichen und privaten Haushalte ermittelt. Weiterlesen