Universal Design ist beim Bauen doppelt wichtig

27. Dezember 2014, 10:05
Hohe Griffe

Hohe oder schwergängige Griffe sind nicht nur für ältere Menschen ein Problem. © ift Rosenheim

Universal Design (UD) bedeutet Produkte für möglichst viele Menschen ohne spezielle Anpassungen nutzbar zu machen. Das gilt nicht nur für Menschen mit physischen oder kognitiven Handikaps, sondern auch bei einer „temporären“ Einschränkung wie bei einem Beinbruch oder mit vollen Einkaufstaschen. Die konkrete Umsetzung lässt sich an sieben grundlegende Gestaltungsprinzipien des UD formulieren, an denen sich Produkte und Dienstleistungen orientieren sollten. Im Baubereich ist dies doppelt wichtig, da im Gegensatz zu schnell verbrauchten Konsumprodukten eine lange Nutzungsdauer sowie eine flexible Umnutzung zu beachten ist, beispielsweise wenn Bewohner eines Gebäudes älter werden, bei Krankheit oder Unfall andere Anforderungen entstehen, wenn Großeltern einziehen oder Kleinkinder hinzu kommen.

Mit den Gestaltungsmerkmalen des Universal Design (UD) rückt bei Bauelementen neben den bekannten Leistungsmerkmalen wie Wärme-, Schall-/Brandschutz oder Verformungsstabilität die einfache und sichere Nutzung sowie die Nutzerbedürfnisse stärker in den Vordergrund.

Ein anschauliches Beispiel für UD sind die Bedien- und Schließkräfte. Für gesunde Erwachsene ist ein normal eingestellter Tür-/Fenstergriff kein Problem, für ein Kind oder ein Rollstuhlfahrer können Griffhöhe und hohe Bedienkräfte aber zur unüberwindbaren Barriere werden. Quelle: ift Rosenheim

Ein Gedanke zu „Universal Design ist beim Bauen doppelt wichtig

  1. Jörg-Stefan Witt

    Ich finde das auch geistige, psychische, und seelische Behinderungen berücksichtigt werden müssen, zum Beispiel wegen Platz- oder Höhen-Angst.

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